Antwort auf: Re:Statusbericht von Chilitree01

smoke
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smokin_sir_wom



>Was haben die denn da f√ľr Dinge mit dir vor? Elektroshocks? Lobotomie? Entfernung des Gehirns?

Reden, reden, reden. Schematherapie nennt man das was die da machen, kennen tu ich das trotz meiner langjährigen Psychiatererfahrung noch nicht.

>Tu dir keinen Zwang an Kam der sog. Flattermann zu dir? Klaust du in der K√ľche die Backpulverp√§ckchen und suggerierst dir es sei Stoff?

Da ich vom Alkohol nich K√∂rperlich abh√§ngig war und Koks nicht k√∂rperlich abh√§ngig macht hatte ich nichts dergleichen. Kopfschmerzen waren das einzige das erw√§hnenswert w√§re. Aber das Reissen nach Stoff war schlimm. Ich bin fast durchgedreht. Ich dachte ich kratze ab wenn ich nicht bald was zu schnupfen kriege. Das hat sich aber schon nach 48 Stunden gelegt. Interessant ist wie heute gewisse Ger√ľche, Situationen oder Gesichter die Lust auf Stoff aufkommen lassen k√∂nnen. Das Reissen ist aber l√§ngst nicht mehr so schlimm, ich habe ausserdem gewisse Skills erlernt wie ich damit umgehen kann. Hier in der Klinik habe ich selten Lust auf Drogen, draussen sieht das anderst aus, jedes Wochenende ist ein kleiner Krieg. Aber auch hier hat sich merkbar was ge√§ndert. Wichtig ist dass ich alles gut durchplane damit ich nicht aus Langeweile auf dumme Gedanken komme. Das mit dem Backpulver ist gar nicht so abwegig, ich erinnere mich an eine Erlebnis mit Specksteinstaub. Ich habe in der Ergotherapie einen W√ľrfel daraus geschliffen, und der weisse Staub hat mich dermassen getriggert dass ich abbrechen musste.

>Was meinst du f√ľr harte Zeiten?

Bei einer intensiven Psychotherapie verschlimmert sich der Zustand der Psyche erst massiv. Man kratzt halt an alten Wunden rum, und alles kommt hoch. Die ersten zwei, drei Wochen sind die H√∂lle, erst danach sind erste Erfolge sp√ľrbar. Ich muss mich halt mit dem auseinander setzten das ich die letzten Jahre mit Drogen bet√§ubt habe.

>Und wie stellst du dir das nach deiner Behandlung vor wie es dann weitergehen soll?

Erst mal ein paar Monate arbeiten um etwas Kohle zu scheffeln. Danach werde ich den Sommer √ľber entweder auf einer Alp verbringen oder in die Staaten gehen, ich kenn da eine Familie. Einfach etwas abstand haben.

>Hast du somit jedem Tropfen Alkohol auf ewig abgeschworen, oder siehst du die Möglichkeit dass du zu gegebenen Anlässen dennoch EINEN mittrinken kannst?

Nein, ich denke ich kann einen Gesunden Umgang mit Alkohol lernen. Einfach ein bewusstes trinken. Erst mal ein halbes Jahr trocken bleiben, und dann schauen wie es geht. Falls das aber nicht funktionieren sollte dann muss ich dem Alkohol wohl f√ľr immer abschw√∂ren.

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Dieter?
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