Antwort auf: Re:Schaut euch U17 WM an! von nandor

Khytomer
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Khytomer


>>Aber wenn Du dort eine gewisse Zeit lebst und arbeitest, darft Du einen Antrag auf Einbürgerung stellen.
>>Es gibt sogar Länder, da reicht die Geburt im Land für die Staatsbürgerschaft aus (USA).
>
>Ja das stimmt schon, aber ok, dann bin ich auf dem Papier Türke, trotzdem bin ich im endeffekt noch ein Österreicher. Aber ist doch egal jetzt, wollte hier wirklich niemanden beleidigen oder sonstiges!


Man sollte sich da keinen Illusionen hingeben, die Staatszugehoerigkeit ist in unserer heutigen Zeit doch arg verschwommen und darauf zu pochen ist reine Makulatur. Jedes Migrantenkind, das hier in Deutschland geboren wird, wird allein schon aus Trotz sein Deutschsein verteidigen, obwohl nicht wirklich jemand sagen kann was es nun heisst deutsch zu sein. Auch nicht die "Deutschen". Nur ist da immer dieses Gefühl: Ich bin doch deutscher als er!, und das rührt einzig und allein aus der Tatsache, dass man einen Schuldigen für seine und die gesellschaftlichen Probleme finden will, und da sind die die anders sind halt immer ein leichtes Ziel. Bei Gruppenbildung ist es halt unabdingbar ein klares Feindbild zu haben oder zu schaffen. Diese Argumentation stellt allein das Ahnen- und Geburtsrecht in den Mittelpunkt, darueber hinaus muss man also nichts tun um sich um seiner Staatszugehörigkeit verdient zu machen, was natürlich Unsinn ist.

Migranten als Feindbilder, das ist natürlich auch so eine Sache, wer wird bestreiten wollen, das zB Jugendkriminalität oft mit Migration in Verbindung zu bringen ist, das liegt aber in der Natur der Sache, sprich mangelnde Erziehung, finanzielle Probleme, sprachliche Unkenntnisse etc...aber das ist ja ein Trend der sich seit Jahren auch auf die indigenen Familien überschlägt, also das Hauptproblem ganz wo anders liegt als beim Einzelnen.

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